Kochfeste Mehrweg-Mundschutze herstellen jetzt! Ganz Hundsangen näht!

Die Mundschutze drohen vielerorts auszugehen….

Bitte unterstützt die Fertigung von Mundschutzen für Altenheime, Pflegedienste, medizinisches Personal und alle anderen, die dicht bei der Risikogruppe oder allgemein dicht bei Menschen für uns alle arbeiten.

Aktuell haben Altenheime in der Region Bedarf angemeldet, und der geht in die Tausende. Dem Personal und den Mitgliedern der Risikogruppe, die sie betreuen, wünschen wir, dass sie gesund bleiben, und dazu leisten wir unseren Beitrag.

Vielleicht hat der eine oder andere bereits der Presse entnommen, dass sich in Limburg ein großes Hilfsprojekt zum Mundschutz-Nähen gebildet hat. Aber auch in Hundsangen ist schon seit einiger Zeit an der Nähmaschine der Teufel los. Alle Profis (Maskerade, Tuchschneiderei und meine Änderungsschneiderei im Westerwald) und viele, viele Hobbynäherinnen sind dabei, Mundschutze für systemrelevante Menschen und Organisationen zu nähen.

Wer selbst etwas dazu beitragen möchte und kann, dass unser Gesundheitswesen nicht so schnell überfordert wird: Herzlich gerne! Ein möglicherweise willkommener Nebeneffekt wäre, dass man etwas Sinnvolles zu tun hat in der Zeit des „Stubenarrests“.

Möglichkeiten:

1.      Wer hat, der spende bitte Material. Geeignet wären nicht-elastische, kochfeste Stoffe (Baumwolle, Leinen, Halbleinen), wie z.B. alte Laken, Baumwoll-Bettwäsche, -gardinen, -tischdecken  etc. Wichtig dabei: Bitte die Teile nicht am Stück hier abgeben, sondern bereits vorbereitet in Vierecke. Für eine Maske werden 2 Vierecke a 35×16 cm benötigt. In der Regel kann man solche Stoffe, nachdem man sie am Rand eingeschnitten hat, in gerade Streifen reißen, so dass das Herstellen von 35×16 cm-Stücken ein Leichtes ist. Erst im Abstand von je 35 cm je ca 2 cm tief einschneiden, dann den Stoff in 35 cm breite Streifen reißen. Dann die Streifen quer auf den Tisch und im Abstand von 16 cm einen Einschnitt machen und auseinanderreißen. Anschließend jedes Teil bitte 1x falten, so dass das Teil annähernd quadratisch aussieht. Das spart später beim Nähen enorm viel Zeit. Auf keinen Fall sollten zu diesem Zweck Zuschneidepartys stattfinden. Also wenn, dann jeder für sich allein bei sich zu Hause. Wenn jemand was an Material übrig hat, aber nicht selbst zuschneiden/-reißen kann, würde sich dann unter den jüngeren Leuten jemand finden, der solche Sachen einsammeln und den Zuschnitt übernehmen könnte?


2.      Wer noch Wäschegummi oder Baumwollkordel o.Ä. liegen hat: Das wäre auch extrem wertvoll, denn einigen Näherinnen fehlt jetzt schon dieses Material. Es könnte dann von hier aus verteilt werden.


Vorbereitete Teile, Gummi, Kordel etc. bitte in Plastiktüte vor der Ladentür der Änderungsschneiderei in der Hauptstr. 51, Hundsangen abstellen.


3.      Wer eine Nähmaschine hat und selbst Masken nähen will, kann sich ein Schnittmuster online besorgen:


Maske ohne Falten ähnlich zu meiner Variante https://naehtalente.de/atemschutz-naehen/.
Maske mit Falten von Judith Duchscherer https://de-de.facebook.com/Tuchschneiderei-1275724105884480/

4.      Und gäbe es jemanden, der bei Bedarf bereit wäre,  Gummibänder in die Masken einzuziehen?  Aktuell ist dies jedoch noch nicht erforderlich, weil die Empfänger der nächsten 1000 Masken das selbst übernehmen.

Helft Ihr mit? Das wäre super! Vielen, vielen Dank und bleibt gesund!

Steffi Dann von der Änderungsschneiderei im Westerwald

PS: Wir bitten um Verständnis, dass diese Aktion systemrelevanten Menschen und Organisationen gilt und unsere gesamte Kraft beansprucht. Bitte sehen Sie bis auf Weiteres von Kontaktaufnahmen ab, die sich um private Kaufwünsche drehen.

Anmerkung der Redaktion: Eine tolle Aktion, die Unterstützung verdient!
In dem Zusammenhang der Hinweis, es handelt sich um Behelfs-Mundschutze, die in ihrer Wirksamkeit weit unter denen der medizinischen Berufe liegen. Trotzdem ist ein solcher Schutz wahrscheinlich besser als gar keiner.

Update 30.03.2020:
Rechtliches siehe hier https://www.it-recht-kanzlei.de/corona-virus-atemschutz-mundschutz-selbstgemacht.html?fbclid=IwAR2t0ESjSTLktSIt9ms8BVgiMSfPlVxPNjTdBfr_soD_xhlACM6mdeXJLI4
Alle zentral verfügbaren Infos hier: https://maskezeigen.de/ und hier https://www.mundschutzfuerdich.de/

Auch ein standardisierter „Beipackzettel“ für Infos bei Abgabe der genähten Teile wurde bereitgestellt. https://maskezeigen.de/wp-content/uploads/2020/03/MaskeZeigen_Beipackzettel.pdf Plattform, die Einrichtungen, die dringend Behelfs-Mundbedeckungen suchen, und Helfer zusammenbringen soll: https://www.maskmaker.de/